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Tierarten

DAkkS zertifizierte Tierarten-Nachweise

// Nachweis mittels real-time PCR

// Identifizierung, Differenzierung und Quantifizierung von Tierarten

Tierarten-Analytik

Die Identifizierung von Tierarten in Lebensmitteln rückt aus Gründen der Qualitätssicherung, gesundheitlicher und ethnischer Aspekte immer mehr in den Fokus. Diese Analytik dient vornehmlich der Sicherstellung gesundheitlich unbedenklicher und korrekt etikettierter Lebensmittelprodukte. Schnelle und zuverlässige Verfahren können beispielsweise die Beimischung von qualitativ minderwertigen Produkten und damit einhergehende Verfälschungen sicher feststellen. Dabei geht es nicht ausschließlich um die Produktqualität, sondern im gleichen Maße auch um die Sicherheit des Endverbrauchers.

Auch für bestimmte Ernährungsformen wie Vegetarismus oder Veganismus ist der Ausschluss von Fleisch beziehungsweise von tierischen Produkten unbedingt erforderlich. Das bedarf hoch sensitiver Analysemethoden und stellt einen wesentlichen Bestandteil der Qualitätssicherung dar. Auch religiös bedingte Ernährungsformen, bei denen etwa bestimmte Tierarten (u.a. Schwein und Ziege) nicht verzehrt werden dürfen, rücken immer mehr in den Vordergrund und benötigen dabei sensible Nachweisverfahren. Die Restriktionen in den Ernährungsgewohnheiten beziehen sich nicht nur auf Fleischerzeugnisse, sondern beispielsweise auch auf Schweingelatine enthaltende Produkte.

Die Kontrolle der Authentizität von Fischen spielt ebenfalls eine immer größer werdende Rolle. Die Nachfrage nach bestimmten Fischsorten wächst stetig, wobei der Bestand an Fischarten durch Überfischung immer weiter sinkt. Es kommt in einigen Fällen vor, dass Fischarten, die nur begrenzt verfügbar sind, durch preiswertere Arten ersetzt werden. Solche Produktverfälschungen und offenkundigen Täuschungen können ebenfalls mit der Fischartendifferenzierung nachgewiesen werden.

Die Vielfalt an Probenmatrizes und Prozessschritten hat stets Einfluss auf die Wahl geeigneter Nachweismethoden. Das CONGEN ServiceLab ist Spezialist auf dem Gebiet der Tierarten – Analytik mittels real-time PCR. Spezifische und sensitive Verfahren ermöglichen eine schnelle Analytik mit reproduzierbaren Ergebnissen.

Allgemeiner Tierartennachweis

  • Wirbeltiere
  • Landwirbeltiere ohne Amphibien

Säugetiere

  • Bison/Wisent (Bison bison, Bison bonasus)
  • Dammwild (Dama dama)
  • Esel (Equus asinus)
  • Feldhase (Lepus europaeus)
  • Rothirsch (Cervus spp.)
  • Hund (Canis familais)
  • Kamel/ Dromedar/ Trampeltiere (Camelus species)
  • Kaninchen (Lepus cuniculus)
  • Katze (Felis catus)
  • Känguru (Marcropodidae)
  • Pferd (Equus caballus)
  • Ratte (Rattus norvegicus)
  • Reh ( Capreolus capreolus)
  • Rentier (Rangifer tarandus)
  • Rind (Bos taurus)
  • Schaf (Ovis aries)
  • Schwein (Sus scrofa)
  • Springbock (Antidorcas marsupialis)
  • Wasserbüffel (Bubalis arnee)
  • Wiederkäuer (Rind, Schaf, Ziege)
  • Ziege (Capra hircus)

Vögel

  • Geflügel (Gans, Huhn, Pute, Ente/Strauß/Wachtel)
  • Ente
  • Gans
  • Huhn
  • Pute
  • Strauß
  • Wachtel

Fische

  • Fisch
  • Fischdifferenzierung mittels Sequenzierung
  • Alaska Seelachs (Gadus chalcogramma)
  • Atlantischer Kabeljau / Dorsch (Gadus morhua)
  • Atlantischer Lachs (Salmo salar)
  • Buckellachs (Oncorhynchus gorbuscha)
  • Echter Bonito (Katsuwonus pelamis)
  • Europäischer Seehecht (Merluccius merluccius)
  • Forelle (Salmo trutta)
  • Weißer Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus)
  • schwarzer Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides)
  • Königslachs (Oncorhynchus tshawytscha)
  • Pazifischer Dorsch (Gadus macrocephalus))
  • Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)
  • Rotlachs (Oncorhynchus nerka)
  • Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus)
  • Seelachs (Pollachius virens)
  • Wittling (Merlangius merlangus)

Weitere Tierarten

  • Kammmuscheldifferenzierung mittels Sequenzierung
  • Krustentier
  • Krustentierdifferenzierung mittels Sequenzierung
  • Weichtier

Die Analytik umfasst folgende Schritte:

Homogenisierung und DNA- Extraktion

Sie senden einen repräsentativen Teil des Probenmaterials an unser Servicelabor. Die Probe wird homogenisiert und die DNA in Doppelbestimmung extrahiert. Selbstverständlich werden entsprechende Kontrollen mitgeführt:

  • Die negative Extraktionskontrolle, als Hinweis auf Kontaminationen der Puffer oder Verschleppungen während der Extraktion.
  • Die positive Extraktionskontrolle, als Nachweis für die Funktionsfähigkeit der eingesetzten Methode wird in Form einer Lotabhängigen Prozesskontrolle durchgeführt.

Real-Time PCR

Die extrahierte Proben DNA kann mittels real-time PCR auf bis zu sechs Parameter untersucht werden. Bei qualitativen Verfahren werden routinemäßig Negativ-, Inhibitions- und Positivkontrollen mitgeführt. Zeigen die Kontrollen die zu erwartenden Ergebnisse, erhalten Sie einen Prüfbericht mit den entsprechenden Ergebnissen unter Angabe der systemspezifischen Nachweisgrenze. Bitte beachten Sie, dass diese nicht matrixspezifisch bestimmt wird.

Qualitativer DNA Nachweis

Der Nachweis von tierischen Bestandteilen bzw. von Tierarten in einer Probe ist, anders als bei den Allergenen, grundsätzlich nicht ausgelegt für die Bestimmung von Kontaminanten. Die tierischen Nachweise dienen der Identifizierung von Tierarten zur Vermeidung von Produktverfälschung. Die Nachweisgrenze ist daher ausgelegt für die Bestimmung von Zutaten im %-Bereich. Eine Ausnahme bilden die sensitiven Nachweise für Rind und Schwein, die jeweils eine viel geringere Nachweisgrenze aufweisen. Der sensitive Nachweis auf Schwein ist zum Beispiel zur Authentifizierung von Halal-Produkten interessant.

Relativer Quantitativer DNA Nachweis

Eine sichere und korrekte Quantifizierung ist nur bei Fleischproben mit einem Muskelfleischanteil ≥ 95 % möglich, da Proben mit einem Innereienanteil von > 5% (zum Beispiel Leberwurst) einen höheren DNA-Gehalt aufweisen und somit das Gesamtergebnis verfälschen.

Die von uns angebotene quantitative Methode basiert auf einer relativen Quantifizierung. Das heißt, es wird die spezifische Tierart-DNA (beispielsweise Rind) relativ zum Gesamttier-DNA Anteil in Fleischwaren bestimmt. Hierzu werden zwei real-time PCR-Systeme eingesetzt: ein Nachweissystem und ein Referenzsystem. Mit Hilfe einer Standardreihe wird die Kopienzahl bestimmt. Aus den berechneten Kopienzahlen für die untersuchte Probe und der Positivkontrolle wird das Verhältnis von Nachweisgen zum Tier-Referenzgen ermittelt. Dabei beeinflussen die Probenmatrix und der Grad der Prozessierung das quantitative Ergebnis sowie die Nachweis- und Bestimmungsgrenze. Durch die relative Berechnung ist die Bestimmungsgrenze probenspezifisch.

Sequenzierung

Mittels der Sequenzierung können unter anderem Fischfilets identifiziert werden. Dieser Nachweis ist jedoch nur für ganze Fischfilets geeignet. Außerdem bietet das CONGEN ServiceLab eine Differenzierung mittels Sequenzierung für Kammmuscheln und Krustentieren an. Eine Sequenzierung von Mischproben ist nicht möglich.

Für die Analyse wird von der Probe eine PCR durchgeführt, wodurch ein bestimmter, hochkonservierter Gen-Abschnitt gezielt vervielfältigt wird. Dieses PCR-Produkt wird anschließend sequenziert. Durch den Abgleich der Sequenz mit einer Datenbank ist die Bestimmung der Art möglich.

Sie sind an der Tierartenanalytik interessiert?

Fordern Sie über das Auftragsformular Ihr individuell zugeschnittenes Angebot an. Informationen zum Probenhandling finden Sie im FAQ Bereich. Einen Überblick über die Nachweis- und Bestimmungsgrenzen der angebotenen Verfahren können Sie unter info@congen.de jederzeit unverbindlich anfordern.