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GVO

DAkkS zertifizierter GVO-Nachweis

// GVO-Screening mittels real-time PCR

// Identifizierung und Quantifizierung von GVO

GVO Analytik

Weltweit zählen derzeit Mais, Sojabohnen, Raps, Baumwolle und Zuckerrüben zu den bedeutendsten gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Viele dieser Pflanzen findet man überwiegend in Futtermitteln. Bei Lebensmitteln hingegen werden in der Regel nur Verarbeitungsprodukte der GVO wie Fette, Öle und Stärke verwendet. Die Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel in der Europäischen Union wird durch die Verordnungen (EG) Nr. 1829/2003 und 1830/2003 geregelt, die im April 2004 in Kraft getreten sind. Danach sind in der EU alle Lebensmittel, Futtermittel, Zutaten und Zusatzstoffe kennzeichnungspflichtig, die:

  • gentechnisch veränderte Organismen sind z. B. Soja, Maiskolben, Tomate, Kartoffel und Leinsaat oder
  • aus GVO hergestellt werden z. B. Öl aus Sojabohnen oder Raps, Stärke aus Mais, Zucker aus Zuckerrüben und Traubenzucker aus Maisstärke.

Ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind Lebensmittel und Futtermittel, die einen Schwellenwert von 0,9 % gentechnisch veränderter Bestandteile nicht überschreiten und dieser GVO-Anteil nachweislich zufällig oder technologisch unvermeidbar in das Produkt gelangt ist. Der genannte Schwellenwert stellt dabei einen relativen Wert bezogen auf die Lebensmittelzutat dar. Enthält ein zusammengesetztes Lebensmittel beispielweise eine Zutat mit 1 % Maisanteil, so dürfen maximal 0,9 % dieses Maisanteils aus gentechnisch verändertem Mais stammen.

Ebenfalls von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind:

  • Lebensmittel und Zutaten, die unter Zuhilfenahme von GVO erzeugt werden: z. B. Produkte wie Fleisch, Milch und Eier, die von Tieren stammen, welche Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen erhalten haben.
  • Zusatzstoffe, die unter Zuhilfenahme von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden: z. B. Geschmacksverstärker Glutamat. Solche Zusatzstoffe werden für gewöhnlich von den Mikroorganismen ausgeschieden und anschließend gereinigt. In diesem Fall werden die verwendeten Mikroorganismen rechtlich als Verarbeitungshilfsstoffe angesehen. Sind im fertigen Produkt jedoch gentechnisch veränderte Mikroorganismen noch ganz oder teilweise enthalten, wären diese Zusatzstoffe wiederum kennzeichnungspflichtig.
  • Enzyme und andere technische Hilfsstoffe: z. B. mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnenes Chymosin-Enzym, das zur Dicklegung bei der Käseherstellung dient.

Für gentechnisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel mit noch nicht abgeschlossener Sicherheitsbewertung sowie für in der EU nicht zugelassene GVO gilt die 0 % Toleranz.

Die Vielfalt an Probenmatrizes und Prozessschritten hat Einfluss auf die Wahl geeigneter Nachweismethoden. Das CONGEN ServiceLab ist Spezialist auf dem Gebiet der GVO-Analytik mittels real-time PCR. Spezifische und sensitive Verfahren ermöglichen eine schnelle Analytik mit reproduzierbaren Ergebnissen.

GVO Screening

  • 35S Promotor
  • BAR
  • CryIAb/CryIAc
  • CTP2:CP4 EPSPS
  • FMV Promotor
  • NOS Terminator
  • NPT II
  • PAT Gen

GVO Mais

  • 59122 (Herculex RW™)
  • Bt11
  • Bt176
  • CBH-351 (StarLink™)
  • GA21
  • MIR162
  • MIR604 (Agrisure RW™)
  • MON810 (YieldGard™)
  • MON863 (MaxGard™)
  • MON88017
  • MON89034
  • NK603 (Roundup Ready™)
  • T25 (LibertyLink™)
  • TC1507 (Herculex™)

GVO Raps

  • DP073496
  • GT73 (Roundup Ready™)
  • MON88302 (TruFlex™ / Roundup Ready Canola™)
  • MS8
  • RF3
  • T45

GVO Soja

  • A2704-12 (LibertyLink™)
  • A5547-127 (LibertyLink™)
  • CV127 (Cultivance™)
  • DP305423 (Treus / Plenish™)
  • GTS 40-3-2 (Roundup Ready™)
  • MON87701
  • MON87708 (Genuity RR2Extend™)
  • MON87769
  • MON89788 (RR2Yield™)

Weitere GVO

  • BT63 Reis
  • CaMV (Blumenkohlmosaikvirus)
  • CMS (cytoplasmatische männliche Sterilität in Kohlgemüse)
  • FP967/CDC Triffid Leinsaat
  • LL601 Reis (LibertyLink™)

Die GVO-Analytik erfolgt prinzipiell nach folgendem Verfahren:

  • GVO Screening
  • GVO Identifizierung
  • GVO Quantifizierung

Homogenisierung und DNA- Extraktion

Sie senden einen repräsentativen Teil des Probenmaterials an unser Servicelabor. Die Probe wird homogenisiert und die DNA in Doppelbestimmung extrahiert. Selbstverständlich werden entsprechende Kontrollen mitgeführt:

  • Die negative Extraktionskontrolle, als Hinweis auf Kontaminationen der Puffer oder Verschleppungen während der Extraktion.
  • Die positive Extraktionskontrolle, als Nachweis für die Funktionsfähigkeit der eingesetzten Methode wird in Form einer Lotabhängigen Prozesskontrolle durchgeführt.

Real-time PCR

Die extrahierte Proben DNA kann mittels real-time PCR auf bis zu sechs Parameter untersucht werden. Bei qualitativen Verfahren werden routinemäßig Negativ-, Inhibitions- und Positivkontrollen mitgeführt. Zeigen die Kontrollen die zu erwartenden Ergebnisse, erhalten Sie einen Prüfbericht mit den entsprechenden Ergebnissen unter Angabe der systemspezifischen Nachweisgrenze. Bitte beachten Sie, dass diese nicht matrixspezifisch bestimmt wird.

Qualitativer DNA Nachweis

Screening – Die GVO-Analytik beginnt mit einem allgemeinen Screening. Dabei wird auf verschiedene DNA-Sequenzen hin untersucht, die sehr häufig in verschiedenen GVO verwendet werden. Man erhält so erste Hinweise auf gentechnisch verändertes Material im Lebensmittel bzw. Futtermittel. Gängige Screening-Elemente sind u. a. der 35S und FMV Promotor sowie der NOS Terminator.

Identifizierung – Im Falle eines positiven Screening-Ergebnisses erfolgt in einem zweiten Schritt die Identifizierung des GVO mittels konstrukt- oder eventspezifischer Nachweise. Bei nicht in der EU zugelassenen Sorten ist die GVO-Analytik an dieser Stelle mit der Identifizierung abgeschlossen, da hier eine 0% Toleranz gilt.

Relativer Quantitativer DNA Nachweis

Wurde eine Probe qualitativ positiv auf ein oder mehrere GVO getestet oder sollen zu erwartende GVO untersucht werden, besteht die Möglichkeit der Quantifizierung mittels real-time PCR. Eine solche Quantifizierung kann bei Sorten mit EU-Zulassung notwendig sein, um über die Kennzeichnungspflicht des Lebensmittels/Futtermittels zu entscheiden. Die von uns angebotene quantitative Methode basiert auf einer relativen Quantifizierung. Der konstrukt- bzw. eventspezifsche GVO-Nachweis enthält zwei PCR-Systeme: ein Nachweissystem und ein Referenzsystem. Der relative GVO-Gehalt in den Proben wird über das Verhältnis vom GVO-Nachweisgen zum Referenzgen berechnet. Dabei werden die Kopienzahlen der Probe und der Positivkontrolle mit Hilfe einer Standardreihe bestimmt. Sowohl die Probenmatrix als auch der Prozessierungsgrad der Probe können das quantitative Ergebnis und die Bestimmungsgrenze beeinflussen. Die Bestimmungsgrenze ist bei diesem Nachweis probenspezifisch. Bei Tupfern, Schwämmen und vergleichbaren Abstrichproben ist generell keine quantitative Aussage möglich.

Sie sind an der GVO Analytik interessiert?

Fordern Sie über das Auftragsformular Ihr individuell zugeschnittenes Angebot an. Informationen zum Probenhandling finden Sie im FAQ Bereich. Einen Überblick über die Nachweis- und Bestimmungsgrenzen der angebotenen Verfahren können Sie unter info@congen.de jederzeit unverbindlich anfordern.